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Im Land des Friedensnobelpreis-Trägers

Ein Reisebericht aus Äthiopien

Mit 17 Personen (vor allem aus unserem Pfarrverband) entdeckten wir ein faszinierendes Land mit einer langen und stolzen Geschichte. Bahir Dar liegt am Tana-See, und wird dank ihrer palmengesäumten Straßen auch als die "Riviera Äthiopiens" bezeichnet. Dort begegneten wir einem örtlichen Fußballverein, dem wir gut 40 kg Sportsachen - einer Spende des FCI 04 - überreichen konnten. 

Dann fuhren wir mit einem Boot zur Zeghie-Halbinsel. Dort besichtigten wir nach einer Wanderung durch Kaffeeplantagen ein Kloster aus dem 14. Jahrhundert, das mit seiner Rundform, den Lehmwänden und dem kegelförmigen Strohdach ein typisches Beispiel für die Äthiopische Kirche ist. 

Auf dem Weg zur Königsstadt Gondar besuchten wir eine Dorfschule, dort waren unsere Sachspenden für die fast 2.000 Kinder nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Massive Erosionen schufen auf dem äthiopischen Hochplateau eine der weltweit spektakulärsten Landschaften der Welt: Die Simien-Berge. Nachdem der äthiopische König im 4. Jh. das Christentum annahm, fungierte Axum als religiöses Zentrum des Landes. Hier soll sich die heilige Bundeslade mit den Tafeln der Zehn Gebote befinden. Kaiser Lalibela hatte sich im 12. Jahrhundert zum Ziel gesetzt, ein "zweites Jerusalem" als Pilgerstätte Äthiopiens zu errichten. 11 Felsenkirchen wurden in den Steinboden gegraben, die heute als "achtes Weltwunder" gelten. 

Das drittärmste Land der Erde zeigte uns seine reichen Chancen, bitterste Not - und stellte viele Fragen an uns...

© Bilder: Andrea Knipfer, Text: Erich Schredl, 2019


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